Glasfaser-Internet – die Zukunft steht vor der Tür

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Dem Glasfaser-Internet gehört die Zukunft, soviel ist sicher. Anders als bei DSL oder herkömmlichen Kabel erfolgt der Datentransport bei Glasfaser nicht über Strom-, sondern über Lichtimpulse. Dadurch wird das Internet der Zukunft nicht nur um ein Vielfaches schneller, es erlaubt auch einen deutlich dichteren Datenverkehr. Bei grossen Firmen ist diese Technik schon heute Standart, der Ausbau für private Haushalte schreitet zur Zeit mit grossen Schritten voran, unter anderem dank neuartiger strategischer Kooperationsprojekte, bei dem die Deutsche Telekom noch in diesem Jahr 42.000 Mietwohnungen der Immobilienfirma Deutsche Annington mit Glasfaseranschlüssen versorgen wird. Gemessen am derzeitigen Fortschreiten des Ausbaus dürfte es nicht mehr lange dauern, bis in allen deutschen Großstädten Hochgeschwindigkeitsverbindungen verfügbar sein werden.

Anwendungsmöglichkeiten für private Haushalte sind zur Zeit noch rar, doch erfahrungsgemäß werden diese nicht allzulange auf sich warten lassen. Zu den Vorzügen, die man schon jetzt damit geniessen kann, zählt zum Beispiel das Internetfernsehen. Einer Verbesserung der TV-Qualität etwa sind bei Glasfasertechnik kaum noch Grenzen gesetzt. Geräte mit einer Auflösung von 4096 x 3072 Pixel, also der doppelten Auflösung von Full-HDTV, sind bereits im Entwicklungsstadium. Glasfaseranschlüsse werden völlig neue Möglichkeiten im Bereich der Telearbeit – also der Büroarbeit von zu Hause über das Internet. Auch das lebenslange Lernen ist ein Thema, denn der schnelle Anschluss macht e-Learning natürlich noch attraktiver.

Wer viele Daten senden muss, wird das schnelle Internet ebenfalls sehr zu schätzen wissen. Wer sich mit Cloud-Computing – der “Auslagerung” des heimischen Rechners mitsamt allen Programmen und Daten auf einen Server ins Internet – auskennt weiss, dass hier Schnelligkeit und grosse Datenmengen den Ausschlag geben. Aus ähnlichen Gründen würden auch Tauschbörsen oder Fotoentwicklungsdienste von Glasfasertechnik profitieren. Und vielleicht das schönste Versprechen der Glasfasertechnologie rechnet uns das  ein internationales Konsortium FTTH Council Europe vor: Durch die vielen eingesparten Fahrtwege soll Glasfaser auch dabei helfen können, den Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu verringern: In den ersten 15 Jahren würde jeder Glasfaser-Nutzer ca. 2000 Kilometer Fahrtweg eingespart und so rund 330 kg weniger CO2 produziert haben, in den zweiten 15 Jahren würden sich diese Werte sogar  verdoppeln.

Quellen:
ftthcouncil.eu/documents/Reports/Impact_fibre_optique_UK260208.pdf
deutsche-annington-auszeichnungen.de/
telearbeit.niedersachsen.de/portal/

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